Landschaft mit Sonnenaufgang

Offenlegungsverordnung EU

Verordnung (EU) 2019/2088 des Europäischen Parlaments und des Rates über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor

Artikel 3 - Strategien für den Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken

Seit knapp 25 Jahren setzt die BONUS Pensionskassen Aktiengesellschaft auf nachhaltige Veranlagung jener Gelder, die Unternehmen als Zusatzpensionen für ihre Mitarbeiter*innen ansparen.

Nachhaltiges Investment bedeutet für uns die Umsetzung einer langfristigen Veranlagungsstrategie. Dabei berücksichtigen wir die Auswirkungen der Investitionen auf Umwelt und Gesellschaft und auch auf unsere Kunden. Die Beibehaltung einer intakten ökologischen und sozialen Umwelt entspricht dem langfristigen Interesse unserer Gesellschaft.

Jede Veranlagungsentscheidung hat eine Wirkung, daher tragen wir als institutioneller Investor die Verantwortung, die Bedeutung unseres Handelns sorgfältig zu überdenken. Dieses wirkungsbasierte Handeln ist ein wesentlicher Baustein unserer Veranlagungsphilosophie und reicht von der Unterstützung nationaler wie internationaler Initiativen, der Integration von Nachhaltigkeitsstandards in die Veranlagungsprozesse sowie der Steuerung von Klimarisiken bis zu Impact Investments im engeren Sinne z.B. basierend auf den Sustainable Development Goals (SDGs).

Die BONUS leistet einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und unterstützt das Ziel der Regierung und der Europäischen Union, den weltweiten Temperaturanstieg zu begrenzen.

Dies erfolgt über unsere Nachhaltigkeitsstrategie, die neben der Berücksichtigung eines Klimaschutz-ziels, der Integration von ESG-Standards und Nachhaltigkeitsrisiken auch auf umfassenden Engagement- und Reporting-Anforderungen beruht.

Die BONUS hat sich seit jeher einer transparenten Berichterstattung verschrieben und setzt dies auch in Bezug auf das Nachhaltigkeits-Reporting konsequent um. Das Monitoring von Kennzahlen dient nicht nur der Information an unsere Kunden, sondern hat den Zweck, (Klima-)Risiken zu erkennen und zu managen. Die BONUS fokussiert sich hierbei auf die Betrachtung von potenziellen Nachhaltigkeitsrisiken, die unter anderem aus dem Klimawandel, der Vernachlässigung sozialer Themen oder mangelhafter Governance bei Unternehmen entstehen können.

  • Nachhaltigkeitsstrategie

Die Nachhaltigkeitsstrategie wurde mit der Zielsetzung überarbeitet, allen Kunden Zugang zu einem ESG-basierten Vermögens- und Risikomanagement-Ansatz zu ermöglichen. Die Umsetzung erfolgt über eine schrittweise Erhöhung des Nachhaltigkeitsprofils in allen Portfolien.

Sie basiert auf drei wesentlichen Säulen

  1. Ausschlusskriterien
  2. Explizite Klimastrategie
  3. Impact Investing

Komplementiert werden diese Säulen von regelmäßigem Monitoring und gezielten Engagement-Maßnahmen.

  • Initiativen

Unser Engagement für sozial verantwortliche Investitionen spiegelt sich unter anderem in den folgenden Initiativen wider:

UN-Prinzipien für verantwortungsbewusstes Investment (PRI)

Die BONUS ist seit Januar 2019 offizieller Unterzeichner der Principles for Responsible Investment der Vereinten Nationen (PRI). Damit verpflichtet sich die BONUS, Nachhaltigkeitsprinzipien im Investmentprozess zu berücksichtigen und andere Marktteilnehmer zu deren Einhaltung zu ermutigen.

Unterzeichnung des Montréal Pledge

Die Unterzeichner des Montréal Pledge verpflichten sich, den CO2-Fußabdrucks ihrer Investitionen zu messen und zu veröffentlichen. Die BONUS setzt damit ein proaktives Signal für die Einbeziehung von Klimarisiken in die Bewertung von Investitionen.

Artikel 4 - Wie wir potenziell nachteilige Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren berücksichtigen

Der traditionelle Zugang in der Vermögensverwaltung sieht vor, Anlageentscheidungen vor dem Hintergrund des zu erwartenden Ertrages im Verhältnis zu dem damit verbundenen Risiko der betrachteten Investition zu treffen. Dies gilt für den jeweiligen Einzelfall aber auch der zu erwartenden Wechselwirkungen im Gesamtportfoliokontext.

Diese Analyse würde aber ohne Erweiterung des Betrachtungsspektrums um die Auswirkungen der Investitionsentscheidung auf Nachhaltigkeitsfaktoren zu kurz greifen. Unter Einbeziehung dieser Auswirkungen kann eine Investition dazu führen, dass im Hinblick auf die Nachhaltigkeitsfaktoren zu einer negativen Entwicklung bspw. im Hinblick auf die Umwelt oder ArbeitnehmerInnen beigetragen wird. Hierbei müssen nicht zwangsläufig sofortige finanzielle Nachteile entstehen, aber es könnten externe Kosten entstehen, die zu einem späteren Zeitpunkt über gesetzliche/ regulatorische Änderungen oder andere bspw. zivilrechtliche Schritte internalisiert werden könnten. Über diesen Umweg wären diese negativen Auswirkungen auch im Investitionsportfolio spürbar.

Strategien zum Umgang mit potenziell nachteiligen Auswirkungen von Investitionsentscheidungen:

1. Nachhaltigkeitsrisiken

  • Direkter Ausschluss: Vermeidung durch konkrete Ausschlusskriterien, ie.: wesentliche Verstöße gegen die 10 Prinzipien des UN Global Compact und kontroversen Geschäftsfeldern für die eigens für die Pensionskasse verwalteten Spezialfonds
  • Indirekter Ausschluss: Auswahl von Produkten, die ihrerseits nach Prinzipien der Nachhaltigkeit verwaltet werden, und somit auch Ausschlusskriterien anwenden. Bei gleicher Bewertung wird bei der Auswahl jedenfalls einem nachhaltig verwalteten Produkt der Vorzug gegeben.
  • Engagement: Kontaktaufnahme mit Fondsgesellschaften, um diese zum Desinvestment von problematischen Werten zu bewegen

2. Umweltrisiken

Die zunehmende Erderwärmung führt zu physischen Risiken wie extremen Wetterbedingungen und Naturkatastrophen aber auch zu unternehmerischen Risiken, insbesondere bei Geschäftsmodellen, die im Rahmen der wirtschaftlichen Transformation aus dem Markt gedrängt werden könnten. So werden Sektoren mit den negativsten Auswirkungen auf das Klima zunehmend hinterfragt. Die am weitesten verbreiteten Analysefilter betreffen die Wertschöpfungskette fossiler Brennstoffe, insbesondere die Kohleproduktion oder -verarbeitung und umstrittene Bergbauverfahren wie der Abbau von Schiefergas oder Ölsanden.

Die BONUS hat diese ökonomischen Risiken in die Klima-Strategie integriert und wertet regelmäßig diverse klimarelevante Kennzahlen für die Portfolios aus. Diese Kennzahlen werden analysiert, beobachtet, in diversen Gremien und Medien berichtet sowie Engagement-Maßnahmen ergriffen.

  • CO2-exponierte Vermögenswerte
  • CO2-Fußabdruck
  • Impact Investing

Artikel 5 - Transparenz bei der Vergütungspolitik

Die BONUS Pensionskassen AG berücksichtigt auch Nachhaltigkeitsaspekte auf Gesamtunternehmensebene in ihrer Vergütungspolitik.

Artikel 6 - Transparenz bei der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken

Jede Veranlagungsentscheidung hat eine Wirkung, daher tragen wir als institutioneller Investor die Verantwortung, die Bedeutung unseres Handelns zu verstehen und potentielle nachteilige Auswirkungen offenzulegen.

In unserer Nachhaltigkeitspolitik im Rahmen des Investmentprozesses  finden Sie Informationen zur Integration von Nachhaltigkeitsrisiken in unseren Investmentprozess.